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Jahresrückblick 2025: Nicht schneller geworden – aber stimmiger

31. Dezember 2025

2025 war kein Jahr der großen Sprünge, sondern eines der inneren Verschiebungen – zum dem Schluss komme ich nachdem ich diesen Jahresrückblick 2025 fertig gestellt habe.
Für Grüne Grazie bedeutete das: weniger Aktionismus, mehr Substanz. Weniger Außenorientierung, mehr innere Klarheit.

Ich habe gelernt, dass nachhaltiges Unternehmertum nicht nur mit Rohstoffen, Verpackung oder Rezepturen zu tun hat – sondern mit dem Umgang mit der eigenen Energie.
Dass Produkte Zeit brauchen. Entscheidungen Reife. Und dass Dranbleiben manchmal die mutigste Form von Erfolg ist.

Dieser Jahresrückblick ist kein Hochglanzbericht, sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme zwischen Naturkosmetik-Manufaktur, wirtschaftlicher Realität, Kooperationen, Zweifeln und der leisen Gewissheit:
Es wächst. Langsam. Aber richtig.

Die vier neuen Produkte von Grüne Grazie – das Serum Zeitgeist, das Gesichtsöl Sensitiv sowie die beiden Gesichtswässer Rotklee & Rosenwasser und Salbei & Grüner Tee – waren in ihrer Rezeptur bereits 2024 fertig.

Was 2025 geprägt hat, war nicht die Entwicklung selbst, sondern alles, was dazugehört, damit Produkte tatsächlich auf den Markt können: Label, Dokumentation und formale Freigaben.
Das hat dazu geführt, dass sich der Launch deutlich verzögert hat – und mir sehr klar gezeigt, wie entscheidend eine gute Launch-Vorbereitung ist.

Alle vier Produkte folgen demselben Ansatz: Pflege zu entwickeln, die die Haut unterstützt, ohne sie zu überfordern. Klare Rezepturen, wenige gut gewählte Inhaltsstoffe und eine Anwendung, die sich leicht in den Alltag integrieren lässt. Bin den Tipps meiner eigenen Blogartikel gefolgt.

Das Serum Zeitgeist ist ein wasserbasiertes Serum zur Unterstützung der Hautbarriere.
Es richtet sich an Haut, die aus dem Gleichgewicht geraten ist – etwa durch Stress, hormonelle Veränderungen oder äußere Einflüsse.

Die Textur ist leicht, zieht schnell ein und lässt sich gut mit Öl oder Creme kombinieren. Statt auf kurzfristige Effekte setzt das Serum auf Stabilisierung und Ausgleich.

Das Gesichtsöl Sensitiv ist bewusst schlicht formuliert: wenige, gut verträgliche pflanzliche Öle, ohne ätherische Öle oder Duftstoffe.
Es eignet sich besonders für empfindliche, trockene oder reaktive Haut und kann sowohl täglich als auch in sensiblen Hautphasen eingesetzt werden.

Dieses Gesichtswasser kombiniert pflanzliche Extrakte mit einem klassischen, milden Toneransatz.
Rotklee wirkt beruhigend, Rosenwasser ausgleichend. Es eignet sich für normale bis anspruchsvolle Haut und bereitet sie sanft auf die Pflege vor.

Das Gesichtswasser Salbei & Grüner Tee richtet sich an Haut, die zu Unreinheiten oder einem unausgeglichenen Hautbild neigt.
Salbei und Grüner Tee bringen klärende und antioxidative Eigenschaften mit, ohne die Haut auszutrocknen.

Mein Learning: 2025 hat mir deutlich gemacht: Produkte können fachlich fertig sein – marktfähig sind sie erst, wenn alles drumherum stimmt. Für kommende Entwicklungen plane ich die Launch-Vorbereitung früher, strukturierter und mit mehr zeitlichem Puffer.

Und falls Ihr noch gar nicht in unserem Webshop wart und neugierig seid – hier gehts lang!

Außerdem sind 2025 in Zusammenarbeit mit Silke Deckerts „fröschli“ (Massagen, Yoga und mehr) mehrere Massageöle entstanden.
Sie wurden direkt aus der Praxis heraus entwickelt: gut gleitend, hautverträglich und auf den professionellen Einsatz in der Massage abgestimmt. Die gemeinsame Entwicklung hat viel Spaß gemacht und da geht noch mehr.

Die Kooperation hat mir erneut gezeigt, wie wertvoll es ist, Produkte gemeinsam mit den Menschen zu entwickeln, die sie täglich verwenden.

Diese Öle gibt es aktuell noch nicht im Webshop – schreibt uns gern direkt an: kontakt@gruenegrazie.de.

Ideen für weitere neue Produkte gibt es bereits: Ein Reinigungsöl und ein Vitamin-C-Serum stehen weit oben auf meiner Liste.
Auch Sonnenschutz beschäftigt mich – fachlich anspruchsvoll, regulatorisch komplex und genau deshalb ein Thema, an das ich mich mit Respekt herantaste. Erste Versuche gibt es bereits, aber hier braucht es Zeit, Tests und gute Entscheidungen.

Mich interessiert sehr: Was würdet ihr euch für eure Haut wirklich wünschen?
Ein sanftes Reinigungsöl? Ein gut verträgliches Vitamin-C-Serum? Oder ein Sonnenschutz, der sich leicht anfühlt und konsequent gedacht ist? Hier ist der Link zu meinem Blogartikel „Was wirkt wirklich gegen Hautalterung“.

Schreibt mir gern – per Mail oder in den Kommentaren.

Ursprünglich hatte mein zweiter Vorstand die Broschüre entworfen und betreut. Fünf Jahre hat sie super funktioniert. Problem waren die neuen Produkte.
Auf die Frage: „Schaffen wir es noch, die Broschüre schnell mit den neuen Produkten zu aktualisieren?“ kam nur ein müdes Abwinken.

Also ok, das kann ja bestimmt mal SCHNELL jemand anderes machen. Wer nur?

Das hat gedauert. Auch wenn es einfach klingt.
Einer Klettenwurzel bin ich vergeblich hinterhergelaufen – am Ende wurde es ein Brokkoli (wegen des Brokkolisamenöls).

Das Ergebnis ist großartig.
Jetzt pflegen wir die Fotos nach und nach auf der Website ein – einiges ist schon ersetzt, anderes noch work in progress.

Mein Learning: Alles dauert länger als gedacht. Und dann kommt zuverlässig der Tag, an dem man es braucht – und ich hänge gedanklich schon unter der Decke, bis mich jemand wieder runterholt.

Letztes Jahr habe ich mich zum Networking geäußert – ich glaube das bringt nix oder zumindest nicht so wie ich es gemacht habe. Was wirklich toll ist, wenn man eine Kooperation startet, bei der beide auch ein ernsthaftes Interesse haben, wo eine gewisse Verbindlichkeit entsteht– das merkt man eigentlich schnell. Davon gab es 2025 doch einige:

Da ist noch mehr drin, das macht auch wirklich Spaß im Unterschied zum klassischen Networking!

„Des is zwar noch net de Uffstiesch“, wie mir hier in Hesse saache, aber…

Wir haben streng gehaushaltet, dafür war vielleicht auch das eine oder andere Produkt mal nicht lieferbar – Nebeneffekt die Ware ist zurzeit noch frischer als sonst.

Ich habe mir keine neuen Roll-ups etc bestellt. Keine Extrazöpfe halt.

2025 habe ich bewusst vieles gelassen: kein Networking, eine begrenzte Anzahl an Märkten, keine Award-Bewerbungen, kein Pinterest.
Nicht aus Trotz, sondern aus der Erkenntnis, dass nicht alles, was möglich ist, auch sinnvoll für mich ist.

Ich habe angefangen, meine Zeit konsequenter zu schützen und mir ehrlicher die Frage zu stellen:
Wo ist meine Energie gut investiert – und wo verliere ich sie?

Klarheit entsteht nicht durch mehr Input, sondern durch eigene Entscheidungen.
Und viele Schranken entstehen nicht im Außen, sondern im eigenen Kopf.

Diese Freiheit nehme ich mit in 2026.

  • Beim Durchgucken der Fotos habe ich bemerkt, dass ich dieses Jahr richtig „alte“ Freunde getroffen habe. Z.B. beim Osterfeuer Freundinnen aus der Grundschule oder in Jena, meine Freundin aus USA/Hannover Zeit, die jetzt Restaurantbesitzerin ist.
  • Mein ältere Tochter hat das Abi geschafft! Meine jüngere Tochter ist jetzt auf der Oberstufe. Was für Meilensteine.
  • Unser Haus im Norden: erste Renovierungsarbeiten haben statt gefunden – im Dezember haben wir das erste Mal im neuen Schlafzimmer übernachtet, neue Fenster gibt es auch, aber vor allem haben wir einen neues DG-Zimmer mit bodentiefen Fenstern- Wahnsinn. (hat alles mein Mann organisiert)
  • Yin Yoga im Dezember: gemütliches Licht, langes Halten von Positionen, endlich mal ein Kurs auf den ich mich sogar gefreut habe.

Dass ich dran geblieben bin!

Mein Plan – mich persönlich als lokale Produzentin in Rodgau präsentieren und mit den Leuten ins Gespräch kommen. Es gab eine neue moderne Location, für Drinks und Antipasti wurde gesorgt. Ich habe mir eine tolle Präsentation der Waren überlegt, habe einen Vortrag geübt, habe mich trotz Unterleibsschmerzen per Uber zum Veranstaltungsort fahren lassen mit 7 riesigen Kisten, habe meine Tochter und ihre Freundin als Unterstützung mitgebracht, hatte 20.000 Views (!) auf den Social Media Beiträgen. Eine „Conversion Rate von 0,1%“ wäre völlig ok gewesen, gehofft hatte ich auf 30-50 Interessierte.

Wir waren zu fünft – ich kannte alle außer einer Person mit Namen (liebe Grüße an Sandra und Romana!).

Also – außer Spesen nix gewesen.

ABER: In der Nacht konnte ich nicht schlafen, ich bin dann aufgestanden und habe einen halben Block vollgeschrieben – daraus ist meine Social Media Videostrecke entstanden. Ob es sich dafür gelohnt hat? Ob sich die Energie dafür wiederum lohnt? Wer weiß das schon.

  • Ich bin nicht gut im Priorisieren – und weiß das schon lange.
  • Ich muss gut zu mir sein, sonst trägt nichts.
  • Ich brauche keine Erlaubnis. Ich bin jetzt schon groß.
  • Bildungsurlaub auf Spiekeroog – Projektschmiede, jeden Tag ein Gedicht, bewegt in den Tag.
    Das ganze Konzept war ein Traum.
    Vielleicht gerade deshalb habe ich ein bisschen Angst, mich noch einmal anzumelden – es könnte schwer werden, das zu toppen.
  • Fermentieren – etwas Gutes für das Mikrobiom ist entstanden, und mit ihm haben sich überraschend viele neue Möglichkeiten eröffnet. Der Kurs wurde von Isabel Bruch konzipiert.
    Ich freue mich sehr auf die nächsten Experimente.
  • Reels aufgenommen – obwohl ich ambivalent gegenüber Social Media bin.
    Die Plattformen ermöglichen Sichtbarkeit ohne großes Budget (auch wenn die eigene Arbeitszeit nicht zu unterschätzen ist).
    Lieber wäre mir, Grüne Grazie würde ganz ohne diesen Aspekt wachsen – aber ich glaube, es geht nicht ohne.
  • Mit der Kutsche durchs Watt gefahren – ein Traumtag in meiner Heimat.
    Hoch oben auf der Wattkutsche, alles schwankt, es ist ruhig, weit und ein kleines Abenteuer zugleich.
    Sehr zu empfehlen.
  • Bäume pflanzen geholfen – gemeinsam mit meiner kleinen Tochter war ich zum ersten Mal beim Wiederaufforsten im Wald.
    Eine tolle Aktion der Waldfreunde, bei der wir ganz konkret etwas beitragen konnten.
    Rundum empfehlenswert.
  • Den Glauben, dass Erholung erst nach Leistung kommen darf.
  • Die Idee, meinen Rhythmus rechtfertigen zu müssen.
  • 2026 möchte ich Dinge realistischer einschätzen, Ideen konsequenter weiterentwickeln – und mir erlauben, auch einmal etwas nicht zu machen.
  • Und vor allem:
    Ich erlaube es mir, mich gut zu fühlen, obwohl ich noch nicht alles geschafft habe.
  • Gast-Bloggen: Im letzten Jahr habe ich schon gute Erfahrung – war wirklich super, hat natürlich auch gedauert- wenn sich die Themen so gut ergänzen, ist das ein tolles Ergebnis.
  • DIY und/oder Kräuter-Workshops: Habe ich schon mal gemacht, würde es aber noch weiterentwickeln wollen, bis zu einem modularen Konzept – ich lasse mich da gerne inspirieren.
  • Ein Konzept für einen Wohlfühltag möchte ich entwickeln
  • Ich suche jemanden, der Face Yoga kann für Kollaboration im Netz, einen Blogartikel oder Workshops
  • Brainstorming/Unterstützung bei der Idee etwas zum Thema Körperbilder und Selbstbewusstsein für Kinder/Jugendliche zu erarbeiten – Fortbildungen, Vorträge, Übungen, Workshops mit Künstlerinnen – ist mir noch nicht ganz klar, aber die Idee wird reifen.

Melde Dich super gerne unter: i.schultz@gruenegrazie.de

  • Ziel 1: Weiter dranbleiben
  • Ziel 2: Kooperationen stärken
  • Ziel 3: Meine Gesundheit priorisieren
  • Mein Motto für 2026 heißt: Gut fühlen, ohne alles geschafft zu haben.

Der Blog wird auch hier verlinkt: www.augensternswelt.de

Informationen über die Autorin Dr. Imke Schultz

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